Was ist Kirchheim?
Ein Ortsteil von Euskirchen? An der
Steinbachtalsperre? Mit einem Schlepperclub? Ein großes, buntes Schleppertreffen? Eine Riesenparty in der Feldscheune? Camping mit
Langerfeuerromantik? Für uns ist es eine gelungene Kombination von Allem! Am 19.08.2006 waren wir um 10 Uhr abfahrbereit. Unsere Kolonne bestand aus 15 Fahrzeugen. Vertreten waren Einachsschlepper und Traktoren – vom Holder E6 oder ED2
über Deutz D15, Eicher ED 16 von 1952, Holder B12, Kramer Export bis zum Porsche Standard. Wegen starker Rauchentwicklung an einem Holder ED2 hatten wir Angst ob unsere Gruppe die Fahrt komplett
übersteht. Wir haben darauf Wetten abgeschlossen und sind einfach losgefahren. Durch Feld und Flur ging es unter Leitung von Manfred Sunkel Richtung Schleppertreffen. In gemütlicher Fahrt (Jogger
konnten uns spielend überholen) konnten wir so richtig die Landschaft genießen. Fast hätte ich meine Wette verloren weil der Qualm sich verzog und der Holder durchhielt. So kam die Kolonne in
Kirchheim an. Dort aber wurde uns eine Unaufmerksamkeit zum Verhängnis und es kam zu einem Auffahrunfall genau mit dem qualmenden Holder. Der ED2 war fahruntüchtig und musste auf den Festplatz
gezogen werden (die Wette haben wir aber ausgesetzt). Haube verbogen, Lüfterrad ohne Flügel, Lichtmaschine im Kühler! Wo liegt das Problem? Schnell setzte sich ein „Bautrupp“ zusammen – es wurde
geschraubt, diskutiert, telefoniert, hantiert und zusammen montiert. Ersatzteile kamen per Express mit dem Kurier aus Alfter und am Abend war der Holder ohne Haube wieder
fahrtüchtig! Das Wetter lies nichts Gutes erahnen. Über den Höhen der
Eifel braute sich ein Unwetter zusammen. Deshalb wurden schnell die Übernachtungsmöglichkeiten aufgebaut. Es sah aus wie auf einem Treck in den wilden Westen! Überall provisorische Zelte, Planen
und Mini-Camping-Zelte aber auch ein vornehmer Klappwohnwagen. Nun konnten wir zum gemütlichen Teil übergehen und ein erstes, kühles Bier
trinken. Es kam wie es kommen musste. Ein Unwetter zog über uns her! Hier verfolgte unsere Gruppe unterschiedliche Strategien. Die Einen hingen gemeinsam als Anker am
Pavillongestänge während die Anderen auf die Standfestigkeit des Pavillons vertrauten (schwerer Fehler). Ein Pavillon ist für eine Flugeinlage einfach nicht gemacht. Das Teil flog 5 Meter hoch,
25 Meter weit und war nach der Landung nicht mehr als Pavillon zu erkennen. Die „Bewohner“ fanden in unserem Zelt Asyl. Das Wetter beruhigte sich und es wurde noch ein schöner, sonniger Abend.
Eben Lagerfeuerromantik! Am Grill bewährte sich Hassan als Grillmeister! Des späteren Abend erlebten wir unterschiedlich! Teils genüsslich, teils gemütlich, teils tänzerisch oder auch gar
nicht! Der Abend endete für einige erst um 4 Uhr. Ab 8 Uhr trafen wir uns in der Feldscheune zu einem opulenten Frühstück bei duftendem Kaffee und „hausgemachten Wustwaren“. Der
Abend hatte seine Spuren hinterlassen. Einzelne wollten einfach nur mit sich und ihrem geschundenen Körper alleine sein. Besonders Harald genoss abseits von der Gruppe die Ruhe und die freie
Natur. Nachdem sich über den Höhen der Eifel wieder das uns
bekannte Unwetter zusammenbraute drängten einige zum Aufbruch. Unsere Kolonne teilte sich in drei Gruppen. Die ersten beiden Gruppen kamen trocken in Alfter an. Die dritte Gruppe fuhr erst nach
dem großen Regen in Kirchheim ab. Ernst Schmotz und Manfred Groß wollten noch an der Ausfahrt durch Kirchheim teilnehmen und wurden dabei kräftig nass. Die Rückfahrt verlief ohne Probleme so dass
wir uns alle zum Abendessen bei Hilde in „Der Sonne“ treffen konnten. Bis zum nächsten Mal!
Albert Parkitny